Novusplan GmbH

Sanitärplanung

Trinkwasser, Entwässerung und Löschtechnik planen

Trinkwasserhygiene ist Planungssache: Wir dimensionieren Installationen so, dass Wasser in Bewegung bleibt – und planen Entwässerung und Löschtechnik gleich mit.

Trinkwasserinstallation
DIN 1988Trinkwasserinstallation
Trinkwasserhygiene
VDI 6023Trinkwasserhygiene
Entwässerungsanlagen
DIN 1986Entwässerungsanlagen
Leistungsphasen nach HOAI
LP 1–8Leistungsphasen nach HOAI

Warum Trinkwasserhygiene an der Planung hängt

Legionellen vermehren sich in stagnierendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad. Wer eine Trinkwasserinstallation großzügig dimensioniert, schafft genau diese Bedingungen: Zu große Leitungsquerschnitte bedeuten lange Verweilzeiten, selten genutzte Entnahmestellen werden zur Problemzone.

Die Konsequenz für die Planung: Leitungen werden möglichst knapp dimensioniert, Stichleitungen kurz gehalten, Warmwasser durchgehend zirkuliert. Bei Gebäuden mit wechselnder Belegung – Hotels, Pflegeeinrichtungen, Bürobauten – kommen Spülkonzepte hinzu.

Dazu gehören die Entwässerungsplanung nach DIN 1986-100 und, je nach Nutzung und Brandschutzkonzept, die Planung von Feuerlöschanlagen. Wir planen diese Gewerke gemeinsam, weil sie sich Schächte und Trassen teilen.

Unser Leistungsumfang

Sanitärplanung in den Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI – vollständig oder in Teilleistungen.

  1. 01

    Bedarfsermittlung

    Ermittlung der Spitzendurchflüsse, Festlegung der Ausstattung, Abstimmung mit dem Wasserversorger zum Hausanschluss.

  2. 02

    Anlagenkonzept

    Konzept für Trinkwassererwärmung, Zirkulation und Druckerhöhung, Festlegung der Schacht- und Trassenführung.

  3. 03

    Rohrnetzberechnung

    Dimensionierung nach DIN 1988-300, Nachweis der Fließgeschwindigkeiten und Druckverluste, Zirkulationsberechnung.

  4. 04

    Hygienekonzept

    Vermeidung von Stagnation, Planung der Spülmaßnahmen, Festlegung der Probenahmestellen nach VDI/DVGW 6023.

  5. 05

    Entwässerungsplanung

    Schmutz- und Regenwasser nach DIN 1986-100, Rückstausicherung, Hebeanlagen, Notentwässerung von Dachflächen.

  6. 06

    Feuerlöschanlagen

    Wandhydranten, Löschwasserleitungen und Sprinklerplanung in Abstimmung mit dem Brandschutzkonzept.

  7. 07

    Ausschreibung

    Leistungsverzeichnisse, Mengenermittlung und Vergabeunterlagen – einschließlich der Vorgaben für Druckprüfung, Spülprotokolle und Dokumentation.

  8. 08

    Vergabe und Objektüberwachung

    Mitwirkung bei der Vergabe mit Angebotswertung und Preisspiegel, danach Überwachung der Ausführung: Kontrolle von Druckprüfung und Spülprotokollen, Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei Leistungs- und Funktionsprüfungen, fachtechnische Abnahme.

Anlagen, die wir planen

Die sanitärtechnischen Anlagengruppen nach DIN 276 – Kostengruppe 410 für Abwasser, Wasser und Gas, dazu die Feuerlöschanlagen der Kostengruppe 474.

Trinkwasser

  • Hausanschluss und Verteilung
  • Trinkwassererwärmung und Zirkulation
  • Druckerhöhungsanlagen
  • Enthärtung und Aufbereitung

Entwässerung

  • Schmutzwasserleitungen
  • Regenwasserableitung und Notentwässerung
  • Hebeanlagen und Rückstausicherung
  • Fettabscheider und Vorbehandlung

Löschtechnik

  • Wandhydranten und Löschwasserleitungen
  • Sprinkleranlagen
  • Löschwasserbevorratung
  • Abstimmung mit dem Brandschutzkonzept

Sonderbereiche

  • Regenwassernutzung
  • Laborinstallationen
  • Küchen und Großverpflegung
  • Sanitärobjekte für barrierefreies Bauen

Für welche Projekte wir planen

Die hygienischen und technischen Anforderungen unterscheiden sich je nach Nutzung deutlich.

Wohnungsbau

Bei Mehrfamilienhäusern bestimmen Steigstrangführung, Zirkulation und Abrechnungskonzept die Planung. Wir dimensionieren so, dass die Trinkwasserhygiene auch bei zeitweiligem Leerstand einzelner Wohnungen gewahrt bleibt.

Büro- und Verwaltungsbauten

Sanitärbereiche werden stoßweise genutzt, in Ferienzeiten kaum. Das erfordert kurze Stichleitungen und ein Spülkonzept für selten genutzte Entnahmestellen – sonst wird aus einem Hygienethema ein Betreiberrisiko.

Produktion und Logistik

Sozialräume, Werkstattbereiche und gegebenenfalls Prozesswasser stellen unterschiedliche Anforderungen. Bei Hallen kommt die Regenwasserableitung großer Dachflächen einschließlich Notentwässerung hinzu.

Gesundheit und Pflege

Hier gelten die strengsten Hygieneanforderungen: Probenahmestellen, dokumentierte Spülpläne und teilweise endständige Filter. Die Planung muss die spätere Nachweisführung des Betreibers von Anfang an mitdenken.

Sanitärplanung in unseren Projekten

In den meisten unserer Projekte planen wir die haustechnischen Anlagen einschließlich Sanitär und Entwässerung – von seniorengerechten Wohnungen bis zu Produktions- und Pharmaflächen mit Sozialgebäuden.

Häufige Fragen zur Sanitärplanung

Was Bauherren und Betreiber uns zur Sanitärtechnik am häufigsten fragen:

Weil das Wasservolumen in der Leitung die Verweilzeit bestimmt. Je größer der Querschnitt, desto länger steht das Wasser – und desto eher werden Temperaturbereiche erreicht, in denen sich Legionellen vermehren. Die Dimensionierung nach DIN 1988-300 zielt deshalb auf möglichst geringe Leitungsvolumina bei ausreichendem Versorgungsdruck.

Sanitärplanung für Ihr Projekt

Schicken Sie uns Grundrisse und Nutzungskonzept. Wir prüfen Anforderungen an Trinkwasserhygiene, Entwässerung und Löschtechnik und melden uns mit einer Einschätzung.