Wärmeerzeugung
- Wärmepumpen (Sole, Luft, Wasser)
- Fernwärmeübergabestationen
- Gas- und Öl-Brennwertkessel
- Bivalente Systeme und Kaskaden
Heizungsplanung
Von der Erzeugerauswahl über die Netzberechnung bis zur Ausführungsplanung – ausgelegt auf die berechnete Heizlast, nicht auf Erfahrungswerte.
Die Heizlast ist die Rechengröße, die Anlage ist die Entscheidung. Zwischen beiden liegt das, was die Betriebskosten der nächsten zwanzig Jahre bestimmt: Welcher Erzeuger deckt welchen Anteil, bei welcher Systemtemperatur arbeiten die Übergabeflächen, wie wird die Anlage im Teillastbereich geregelt.
Der häufigste Planungsfehler ist der Zuschlag auf den Zuschlag. Eine großzügig ausgelegte Wärmepumpe taktet im Teillastbetrieb, ein überdimensionierter Kessel läuft dauerhaft außerhalb seines Wirkungsgradoptimums. Wir legen deshalb auf die berechnete Norm-Heizlast nach DIN/TS 12831-1 aus und weisen Reserven dort aus, wo sie begründet sind – nicht pauschal.
Die Systemtemperatur ist die zweite Weichenstellung. Wer im Bestand von 70/55 auf 45/35 kommen will, muss die Heizflächen prüfen, nicht nur den Erzeuger tauschen. Diese Prüfung gehört in die Vorplanung, weil sie über Machbarkeit und Kosten entscheidet.
Heizungsplanung in den Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI – vollständig oder in Teilleistungen.
Im Neubau die Norm-Heizlast nach DIN/TS 12831-1, im Bestand zusätzlich die Aufnahme von Erzeuger, Verteilung und Heizflächen einschließlich Zustand und erreichbarer Systemtemperatur.
Variantenvergleich der Wärmeerzeugung – Wärmepumpe, Fernwärme, Kessel oder bivalente Kombination – mit Jahresarbeitszahl, Primärenergiefaktor und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Systemtrennung, Pufferung, Verteilerstruktur und Regelstrategie. Festlegung der Systemtemperaturen und der Betriebsweise über den Lastgang.
Rohrnetzberechnung mit Druckverlusten, Pumpenauslegung und hydraulischem Abgleich nach Verfahren B – die Voreinstellwerte gehören in die Planung, nicht in die Inbetriebnahme.
Auslegung von Flächenheizung, Heizkörpern oder Lufterhitzern auf die gewählte Systemtemperatur, raumweise nachgewiesen.
Nachweis der Anlagentechnik nach GModG, Anforderungen aus Förderprogrammen und Vorgaben zur Wasserbeschaffenheit nach VDI 2035.
Leistungsverzeichnisse, Mengenermittlung und Vergabeunterlagen einschließlich der Vorgaben für Druckprüfung, Abgleichprotokoll und Einregulierung.
Mitwirkung bei der Vergabe mit Angebotswertung und Preisspiegel, danach Überwachung der Ausführung: Prüfung der Montagepläne, Kontrolle des hydraulischen Abgleichs, Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei Funktionsprüfung und Einregulierung, fachtechnische Abnahme.
Die Anlagengruppen der Kostengruppe 420 nach DIN 276 – Wärmeversorgungsanlagen.
Die Anforderungen an die Wärmeversorgung unterscheiden sich nach Nutzung und Lastprofil deutlich.
Bei Mehrfamilienhäusern entscheidet die Warmwasserbereitung über die Erzeugerauslegung – die Trinkwassererwärmung liegt oft über der Raumheizlast. Zentrale Frischwasserstationen, dezentrale Wohnungsstationen und Zirkulationskonzept beeinflussen sich gegenseitig.
Die Nutzung ist zeitlich klar begrenzt, die Lastspitzen liegen im Anfahrbetrieb. Absenkbetrieb, Aufheizreserve und Regelstrategie planen wir gemeinsam, weil eine zu knappe Auslegung sonst über die Aufheizzeit teuer wird.
Hallen werden mit Lufterhitzern, Deckenstrahlplatten oder Hallenheizsystemen versorgt. Prozessabwärme, Torschleusen und Luftwechsel gehen unmittelbar in die Auslegung ein.
Der Umstieg auf niedrigere Systemtemperaturen ist der Kern fast jeder Sanierung. Wir prüfen raumweise, welche Heizflächen die geforderte Leistung bei 45/35 noch abgeben, und planen den Tausch nur dort, wo er nötig ist.
Die Wärmeversorgung ist in nahezu jedem unserer Projekte Teil des Leistungsumfangs – vom Mehrfamilienhaus mit 48 Wohneinheiten bis zur Produktionsstätte mit Sozialgebäude.
Was Bauherren und Projektpartner uns zur Wärmeversorgung am häufigsten fragen:
Schicken Sie uns Grundrisse, Nutzung und – wo vorhanden – die Bestandsdaten der Anlage. Wir melden uns mit einer Einschätzung zu Erzeugerkonzept und Leistungsumfang.
Heizlastberechnung
Die raumweise Norm-Heizlast nach DIN/TS 12831-1 – Grundlage jeder Auslegung.
Lüftungsplanung
Wärmerückgewinnung senkt die Heizlast spürbar – beide Gewerke gehören zusammen geplant.
Gebäudeautomation und MSR
Regelstrategie, Betriebsweise und Nachtabsenkung – die Anlage wird über die Automation wirtschaftlich.
TGA-Planung
Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI, alle Gewerke der Kostengruppe 400 – aus einer Hand.