Novusplan GmbH

Kälte- und Klimatechnik

Kälteerzeugung, Rückkühlung und Verteilung planen

Ausgelegt auf Teillast und Jahresarbeitszahl statt auf den einen Auslegungstag – für Büro-, Prozess- und Serverflächen.

Kühllastberechnung
VDI 2078Kühllastberechnung
Kältemittel und Dichtheit
F-Gase-VOKältemittel und Dichtheit
Rückkühlwerke, Hygiene
VDI 2047Rückkühlwerke, Hygiene
Leistungsphasen nach HOAI
LP 1–8Leistungsphasen nach HOAI

Warum Kälteanlagen im Teillastbetrieb entschieden werden

Die Auslegungskühllast tritt an wenigen Stunden im Jahr auf. Den Rest der Zeit läuft die Anlage in Teillast – und genau dort entstehen die Betriebskosten. Eine Kälteanlage, die nur auf den Spitzentag ausgelegt ist, taktet den Sommer über und erreicht ihre Jahresarbeitszahl nie.

Deshalb planen wir über den Lastgang: Wie oft liegt welche Last an, welcher Anteil lässt sich über freie Kühlung decken, wo lohnt die Kaskadierung mehrerer Erzeuger. Bei Serverflächen und Prozesskälte kommt hinzu, dass die Last ganzjährig anliegt – hier ist die freie Kühlung im Winter oft der größte Hebel.

Die dritte Größe ist das Kältemittel. Die F-Gase-Verordnung schreibt Ausstiegspfade und Dichtheitsprüfungen vor, die Füllmenge bestimmt die Prüfintervalle und teilweise die Aufstellungsanforderungen. Wer das erst bei der Vergabe klärt, plant unter Umständen eine Anlage, die in ihrer Nutzungsdauer nicht mehr nachfüllbar ist.

Unser Leistungsumfang

Kälte- und Klimatechnik in den Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI – vollständig oder in Teilleistungen.

  1. 01

    Lastermittlung

    Kühllastberechnung nach VDI 2078 mit instationärem Lastgang: äußere Lasten aus Sonneneinstrahlung und Transmission, innere aus Personen, Beleuchtung, Geräten und Prozessen.

  2. 02

    Erzeugerkonzept

    Variantenvergleich der Kälteerzeugung – Kaltwassersatz, direkte Verdampfung, VRF oder Prozesskälte – einschließlich Kältemittelwahl und Kaskadierung für den Teillastbetrieb.

  3. 03

    Rückkühlung

    Auslegung von Trocken- oder Hybridrückkühlern, Verflüssigern und, wo verdunstungsbasiert, der hygienischen Anforderungen nach VDI 2047 und 42. BImSchV.

  4. 04

    Freie Kühlung

    Ermittlung des über freie Kühlung deckbaren Anteils, Auslegung der Umschaltpunkte und Bewertung des Effekts auf die Jahresarbeitszahl.

  5. 05

    Verteilung und Übergabe

    Kaltwassernetz mit Druckverlustberechnung und hydraulischem Abgleich, Auslegung von Kühldecken, Umluftkühlern, Gebläsekonvektoren und Präzisionsklimageräten.

  6. 06

    Nachweise und Aufstellung

    Kältemittelfüllmenge, Dichtheitsprüfintervalle nach F-Gase-Verordnung, Anforderungen an Aufstellräume, Schallschutznachweis der Außenaufstellung.

  7. 07

    Ausschreibung

    Leistungsverzeichnisse, Mengenermittlung und Vergabeunterlagen einschließlich der Vorgaben für Dichtheitsprüfung, Einregulierung und Dokumentation.

  8. 08

    Vergabe und Objektüberwachung

    Mitwirkung bei der Vergabe mit Angebotswertung und Preisspiegel, danach Überwachung der Ausführung: Kontrolle von Dichtheitsprüfung und Kältemitteldokumentation, Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei Leistungs- und Funktionsprüfungen, fachtechnische Abnahme.

Anlagen, die wir planen

Die kältetechnischen Anlagengruppen der Kostengruppe 430 nach DIN 276.

Kälteerzeugung

  • Kaltwassersätze, luft- und wassergekühlt
  • VRF- und Splitsysteme
  • Prozesskälte mit ganzjähriger Last
  • Kältespeicher und Kaskadenschaltung

Rückkühlung

  • Trockenrückkühler
  • Hybridrückkühler und Verdunstungskühlung
  • Freie Kühlung und Umschaltpunkte
  • Hygieneanforderungen nach VDI 2047

Verteilung und Übergabe

  • Kaltwassernetz und hydraulischer Abgleich
  • Kühldecken und Betonkerntemperierung
  • Gebläsekonvektoren und Umluftkühler
  • Präzisionsklimatisierung für Serverräume

Nachweise und Schnittstellen

  • Kältemittelbilanz nach F-Gase-Verordnung
  • Schallschutz bei Außenaufstellung
  • Entfeuchtung in Abstimmung mit der Lüftungsplanung
  • Regelung und Störmeldung über die Gebäudeautomation

Für welche Projekte wir planen

Lastprofil und Verfügbarkeitsanforderung unterscheiden sich je nach Nutzung erheblich.

Büro- und Verwaltungsbauten

Die Last folgt der Sonne und der Belegung. Kühldecken und Betonkerntemperierung arbeiten mit hohen Kaltwassertemperaturen und heben damit die Jahresarbeitszahl – sie setzen aber voraus, dass die Entfeuchtung über die Lüftung mitgeplant wird.

Produktion und Prozesskälte

Prozesslasten liegen ganzjährig an, oft rund um die Uhr. Damit wird die freie Kühlung im Winter zum größten Einsparhebel – und die Redundanz zur Auslegungsfrage, weil ein Ausfall die Produktion trifft.

Serverräume und IT-Flächen

Hohe Leistungsdichte auf kleiner Fläche, konstante Last, hohe Verfügbarkeitsanforderung. Wir planen Kalt-/Warmgangtrennung, Redundanzkonzept und die Einbindung in die Störmeldung – die Kälteanlage ist hier ein Teil der Betriebssicherheit.

Gesundheit und Pharma

Temperatur- und Feuchtegrenzen sind hier keine Komfortfrage, sondern nachweispflichtig. Kälte- und Lüftungsplanung müssen gemeinsam entstehen, weil Entfeuchtung, Nachheizung und Raumdruckhaltung ineinandergreifen.

Kältetechnik in unseren Projekten

Kälte- und Klimatechnik planen wir dort, wo die Nutzung sie verlangt – von Bürogebäuden über Bestandssanierungen im Hochhaus bis zu Produktions- und Pharmaflächen mit Prozesslasten.

Häufige Fragen zur Kälte- und Klimatechnik

Was Bauherren und Betreiber uns zur Kälteversorgung am häufigsten fragen:

Die Kühllast nach VDI 2078 sagt, welche Leistung am Auslegungstag abgeführt werden muss. Sie sagt nicht, wie oft diese Leistung tatsächlich anliegt. Für die Erzeugerwahl brauchen wir den Lastgang über das Jahr: Er entscheidet, ob eine Kaskade sinnvoll ist, wie groß der Anteil freier Kühlung ausfällt und welche Jahresarbeitszahl realistisch erreichbar ist.

Kälteplanung für Ihr Projekt

Schicken Sie uns Grundrisse, Nutzung und die Prozess- oder IT-Lasten, soweit bekannt. Wir melden uns mit einer Einschätzung zu Erzeugerkonzept und Leistungsumfang.