Novusplan GmbH

Gebäudeautomation und MSR

Regelkonzept, Datenpunktliste und Funktionsbeschreibung

Die Schnittstelle, an der alle Gewerke zusammenlaufen – geplant nach VDI 3814 und herstellerneutral ausgeschrieben.

Planung der Gebäudeautomation
VDI 3814Planung der Gebäudeautomation
Kostengruppe nach DIN 276
KG 480Kostengruppe nach DIN 276
Funktionsliste und Datenpunkte
GA-FLFunktionsliste und Datenpunkte
Leistungsphasen nach HOAI
LP 1–8Leistungsphasen nach HOAI

Warum die Automation zur Planung gehört und nicht zur Montage

Heizung, Lüftung, Kälte und Sanitär werden von derselben Ebene gesteuert. Wie die Anlagen im Betrieb zusammenspielen, entscheidet sich nicht am Gerät, sondern im Regelkonzept: Wer gibt die Freigabe, welche Sollwerte gelten unter welchen Randbedingungen, was passiert im Störfall.

Wird die Automation dem ausführenden Betrieb überlassen, entsteht die Regelung erst auf der Baustelle – meist als Herstellerstandard, den niemand mehr gegenprüft. Die Folge sehen wir regelmäßig im Bestand: Anlagen, die gegeneinander arbeiten, weil Heizung und Kühlung im selben Raum unterschiedliche Sollwerte verfolgen.

Deshalb planen wir die Gebäudeautomation als eigenes Gewerk. Das Ergebnis sind drei Dokumente, die zusammen ausschreibungsfähig sind: das Regelkonzept, die Datenpunktliste und die Funktionsbeschreibung je Anlage. Sie legen fest, was die Anlage tun soll – nicht, von welchem Hersteller die Steuerung kommt.

Unser Leistungsumfang

Gebäudeautomation in den Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI – vollständig oder in Teilleistungen.

  1. 01

    Automationskonzept

    Festlegung der Automationsgrade je Anlage, Struktur der Automationsebenen und Abgrenzung zu Einzelraumregelung und Feldgeräten.

  2. 02

    Regelkonzept

    Betriebsarten, Sollwertführung, Freigabelogik und Verriegelungen über alle Gewerke – einschließlich der Frage, welches Gewerk im Konflikt Vorrang hat.

  3. 03

    Datenpunktliste

    Vollständige Aufstellung der physikalischen und kommunikativen Datenpunkte je Anlage nach VDI 3814 – die Grundlage für Mengengerüst und Preisbildung.

  4. 04

    Funktionsbeschreibung

    Anlagenbezogene Beschreibung der geforderten Funktionen in Textform, ergänzt um Funktionsschemata – so wird geprüft, ob die gelieferte Regelung leistet, was bestellt wurde.

  5. 05

    Netz und Schnittstellen

    Festlegung der Kommunikationsprotokolle (BACnet, Modbus, KNX), der Schnittstellen zu Fremdgewerken und der Anbindung an vorhandene Leittechnik.

  6. 06

    Bedienung und Meldungen

    Bedienoberfläche, Zugriffsebenen, Alarmierung und Störmeldeweiterleitung sowie die Anforderungen an Trendaufzeichnung für den späteren Betrieb.

  7. 07

    Ausschreibung

    Herstellerneutrales Leistungsverzeichnis auf Basis von Datenpunktliste und Funktionsbeschreibung, einschließlich der Vorgaben für Funktionsprüfung und Dokumentation.

  8. 08

    Vergabe und Objektüberwachung

    Mitwirkung bei der Vergabe mit Angebotswertung und Preisspiegel, danach Überwachung der Ausführung: Prüfung gegen Datenpunktliste und Funktionsbeschreibung, Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei der Funktionsprüfung jedes Regelkreises, fachtechnische Abnahme.

Was wir planen

Die Anlagengruppen der Kostengruppe 480 nach DIN 276 – Gebäude- und Anlagenautomation.

Automationsebene

  • Automationsstationen und Schaltschränke
  • Datenpunktliste nach VDI 3814
  • Funktionsschemata je Anlage
  • Redundanz- und Notbetriebskonzept

Feldebene

  • Fühler, Zähler und Stellantriebe
  • Einzelraumregelung
  • Präsenz- und Fensterkontakte
  • Verbrauchserfassung und Zählerkonzept

Kommunikation

  • BACnet/IP und Modbus
  • KNX für die Raumautomation
  • Schnittstellen zu Fremdgewerken
  • Anbindung an vorhandene Leittechnik

Betrieb

  • Bedienoberfläche und Zugriffsebenen
  • Störmeldekonzept und Alarmierung
  • Trendaufzeichnung und Auswertung
  • Grundlagen für das Energiemonitoring

Für welche Projekte wir planen

Der sinnvolle Automationsgrad hängt an Nutzung, Anlagentechnik und Betreiberorganisation.

Büro- und Verwaltungsbauten

Hier zahlt sich Automation am schnellsten aus: Nutzungszeiten sind klar, Belegung schwankt, und Heizung, Kühlung und Lüftung greifen im selben Raum ineinander. Ohne gemeinsame Sollwertführung heizt und kühlt dasselbe Büro gegeneinander.

Produktion und Logistik

Prozessanlagen und Gebäudetechnik treffen aufeinander. Wir grenzen sauber ab, was in die Prozesssteuerung gehört und was in die Gebäudeautomation, und legen die Schnittstelle zwischen beiden fest – das ist im Betrieb die häufigste Konfliktlinie.

Gesundheit und Pharma

Raumdruckhaltung, Temperatur- und Feuchtegrenzen sind nachweispflichtig. Die Automation liefert die Aufzeichnung, mit der der Betreiber den Nachweis führt – Trenddaten und Alarmierung sind hier Teil der Planungsanforderung, nicht Komfort.

Bestandssanierung

Im Bestand ist die vorhandene Leittechnik der Ausgangspunkt: Welche Datenpunkte lassen sich weiternutzen, welches Protokoll spricht die Anlage, wo ist ein Gateway nötig. Wir nehmen den Bestand auf, bevor über einen Austausch entschieden wird.

Gebäudeautomation in unseren Projekten

Regelkonzept und Funktionsbeschreibung entstehen in unseren Projekten gemeinsam mit den versorgungstechnischen Gewerken – beim Kölnturm einschließlich Inbetriebnahmemanagement und Revisionsunterlagen.

Häufige Fragen zur Gebäudeautomation

Was Bauherren und Betreiber uns zur Automation am häufigsten fragen:

Sie führt jeden Messwert, jedes Stellsignal und jede Meldung einzeln auf – je Anlage, nach VDI 3814 strukturiert. Zwei Dinge hängen daran: die Preisbildung, weil das Mengengerüst der Automation aus den Datenpunkten besteht, und die Vergleichbarkeit der Angebote. Ohne Datenpunktliste kalkuliert jeder Bieter einen anderen Leistungsumfang, und die Angebote sind nicht gegenüberstellbar.

Gebäudeautomation für Ihr Projekt

Schicken Sie uns die Anlagenübersicht und – im Bestand – Angaben zur vorhandenen Leittechnik. Wir melden uns mit einer Einschätzung zu Automationsgrad und Leistungsumfang.